Rückhalt für Tricia Tuttle: Berlinale stärkt Kunstfreiheit, Vielfalt und Debatten 💬🕊️

Bettina Martin und Timon Gremmels, Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie, erklären ihre Solidarität mit Tricia Tuttle und betonen, dass sie die Berlinale in einer schwierigen Zeit hoch professionell geführt habe; deshalb sei Rückhalt und Unterstützung von politischen Verantwortlichen notwendig. Es sei entscheidend, Tricia Tuttle Rückendeckung zu geben, damit Verantwortungsträger für die Freiheit von Kunst und Kultur eintreten, Debatten ermöglichen und Vielfalt sowie offene Diskussionen schaffen können. Die Berlinale stehe für Austausch, künstlerische Freiheit und internationale Verständigung; Kunstfreiheit habe dort eine Grenze, wo Antisemitismus, Hass und Menschenverachtung beginnen. Angesichts des hohen öffentlichen Drucks im Kulturbetrieb sei besonnene Kulturpolitik nötig, die Verantwortliche unterstützt, damit sie auch in verschärften Diskursen handlungsfähig bleiben. Die Forderung lautet, Tuttles Weg an der Spitze der Berlinale fortzusetzen.

Aus liberaler Sicht ist die primäre Aufgabe des Staates, Freiheit und Wettbewerb zu schützen, nicht Kulturpolitik zu dirigieren. Kunstfreiheit ist ein Grundpfeiler einer offenen Gesellschaft, und die Berlinale als internationaler Brückenbauer braucht stabile, unabhängige Führung, damit Debatten, Vielfalt und offene Diskussionen möglich bleiben. Politische Rückendeckung kann in belasteten Zeiten sinnvoll sein, darf aber nicht in inhaltliche Vorgaben oder Zensur münden; sie muss vielmehr die rechtliche und organisatorische Sicherheit der Institution stärken, ohne deren inhaltliche Unabhängigkeit zu untergraben. Die Kernelemente liberaler Kulturpolitik sind Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und faire Förderverfahren, damit Kunst und Kultur ohne Willkür agieren können. Gleichwohl bleibt eine klare Grenze zwischen Kunstfreiheit und Hass zu ziehen: Antisemitismus, Menschenverachtung oder Diskriminierung dürfen keinen Raum in öffentlichen Debatten finden. Eingriffe des Staates sollten sich auf das Notwendige beschränken und verhältnismäßig, rechtlich abgesichert und nachvollziehbar sein, ansonsten gilt es, die Selbstbestimmung der Kultureinrichtungen zu respektieren. Angesichts hohen öffentlichen Drucks braucht es eine besonnene Kulturpolitik, die Verantwortliche schützt, ohne den Diskurs zu ersticken. Daher ist die Fortsetzung Tuttles Weg an der Spitze der Berlinale sinnvoll, sofern Unabhängigkeit, Transparenz und klare Abgrenzungen zu politischer Einflussnahme gewahrt bleiben.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/kulturforum-der-sozialdemokratie-kunstfreiheit-und-eine-klare-haltung-gegen-hass-gehoeren-zusammen-rueckendeckung-fuer-tricia-tuttle/26/02/2026