SPD FRAUEN fordern Entgelttransparenzgesetz, Tarifbindung und höhere Löhne 💶⚖️

Frauen verdienen im Schnitt weiterhin 16 Prozent weniger als Männer. Die SPD FRAUEN fordern deshalb ein verbindliches Entgelttransparenzgesetz mit klaren Auskunfts- und Kontrollrechten, wirksamen Sanktionen bei Verstößen gegen das Gleichstellungsgebot, flächendeckende Tarifbindung und höhere Mindestlöhne, um transparente Gehaltsstrukturen, starke Tarifverträge und eine gerechte Bewertung von Sorgearbeit zu erreichen. Anke Schneider, stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD FRAUEN, betont, dass die Lohnlücke eine Folge struktureller Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ist. Gründe seien unter anderem stereotype Berufswahl, steuerliche Fehlanreize, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die gläserne Decke, die Teilzeit-Falle und die schlechte Vereinbarkeit von familiärer Sorge, Beruf und Ehrenamt; in Erziehung, Gesundheit und Pflege verdienten Frauen deutlich weniger als in Männerberufen, in denen Frauen kaum vertreten seien. Lohngerechtigkeit sei nicht nur fair, sondern ökonomisch sinnvoll, weil Ungleichheit Steuereinnahmen und Sozialabgaben mindert und Gleichstellung Kaufkraft stärkt sowie öffentliche Haushalte stabilisiert. Ulrike Häfner, Bundesvorsitzende der SPD FRAUEN, ergänzt: Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit ist demokratisches Grundrecht; der Equal Pay Day mache Gleichstellung messbar, und mit 84 Prozent lasse man sich nicht abspeisen.

Die Lohnlücke von 16 Prozent ist ein strukturelles Problem, das Freiheit und wirtschaftliche Leistung berührt. Verbindliche Entgelttransparenz kann Informationsdefizite abbauen, doch Sanktionen sollten maßvoll bleiben; besser sind klare Offenlegung, marktliche Anreize zur Selbstkorrektur und faire Rechtswege bei Missbrauch. Flächendeckende Tarifbindung und generelle Mindestlohnerhöhungen riskieren Flexibilität und Beschäftigung; eine liberale Lösung bevorzugt branchenspezifische, freiwillige Tarifverträge, regionale Anpassung und produktivitätsorientierte Löhne, ergänzt durch gezielte Unterstützung für Niedriglohnbereiche statt zentraler Eingriffe. Die Ursachen reichen von stereotype Berufswahl bis zur Teilzeitfalle; die Politik sollte Rahmenbedingungen verbessern, etwa durch Ausbau der Kinderbetreuung, flexiblere Arbeitsmodelle und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit Erwerbsbeteiligung steigt, ohne individuelle Freiheit zu beschneiden. Sorgearbeit wirtschaftlich zu bewerten gehört zu einer neutralen, aber wirksamen Politik, die durch steuerliche Entlastungen oder zielgerichtete Zuschüsse Anreize setzt statt neue Zwänge zu schaffen. Der Staat muss sich auf das Notwendigste beschränken und vor allem eine freie, faire Teilhabe ermöglichen, damit Gleichberechtigung Wirklichkeit wird, ohne die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger unnötig zu beschneiden.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/equal-pay-every-day/26/02/2026