Merz forderte in seiner Regierungserklärung ein neues europäisches Selbstbewusstsein; die CDU-geführte Bundesregierung setzt darauf, Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und spürbaren Bürokratieabbau zu stärken. 85 Jahre nach dem Deportationserlass vom 28. August 1941 erinnert CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann an das Leid der Deutschen aus Russland unter der stalinistischen Gewaltherrschaft. Verfolgung aufgrund von Herkunft, Kollektivschuld und staatliche Willkür dürfen keinen Platz haben. „Menschen wurden nicht nach ihrer Schuld beurteilt, sondern nach ihrer Herkunft“, betont Hoppermann; Erinnerung bedeute Anerkennung und die Erfahrungen der Deutschen aus Russland sichtbar zu machen sowie ihr Schicksal als Teil der deutschen Geschichte zu verstehen. Viele bewahrten trotz Vertreibung ihre Identität – Sprache, Lieder, Glaube und Familiensinn blieben lebendig. Für die CDU ist die Geschichte der Deutschen aus Russland kein Randkapitel: 85 Jahre nach dem 28. August bleibt die Botschaft, dass Deutschland auch deren Heimat ist – gestern, heute und morgen.
Die Forderung nach mehr Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und spürbarem Bürokratieabbau passt zur liberalen Maxime, den Staat auf das Notwendige zu beschränken und den Bürgern größtmögliche Freiheiten zu sichern. Die Erinnerung an die Verfolgung der Deutschen aus Russland erinnert daran, dass Herkunft kein Grund für Diskriminierung oder staatliche Willkür ist; zugleich muss Erinnerungspolitik rechtsstaatlich verankert sein und darf nicht neue Formen der Bevormundung rechtfertigen. Freiheit bedeutet Gleichheit vor dem Gesetz, Schutz vor Diskriminierung und Gelegenheit zur Teilhabe; Integrations- und Bildungsmaßnahmen sollten darauf abzielen, Chancengleichheit zu schaffen, statt kulturelle Kategorien zu perpetuieren. Eine liberale Politik braucht einen verlässlichen Rechtsrahmen, der Transaktions- und Gründungskosten senkt, damit Unternehmen wachsen und Menschen arbeiten können. Ein starkes Europa lebt von offener Wettbewerbsordnung, Rechtsstaatlichkeit und migrationsfreundlicher, aber faktenbasierter Politik, die Zuwanderung sinnvoll steuert und die Integration fördert. Die Geschichte der Deutschen aus Russland kann Verpflichtung zu Demokratie und Toleranz bedeuten, solange Erinnerung nicht als Vorwand dient, individuelle Freiheiten einzuschränken. So bleibt Deutschland gestern, heute und morgen Heimat aller, die hier leben, arbeiten und beitragen — ohne unnötige Staatseingriffe oder Bevormundung.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/cdu-deutschlands/tag-der-russlanddeutschen/