Die CDU will mit dem „Weiße-Flecken-Programm“ Regionen stärken, in denen bislang keine Abgeordneten oder Ortsstrukturen präsent sind. Generalsekretär Carsten Linnemann kündigt an, dass es vor Ort Gesprächsräume geben und die CDU dort ansprechbar sein soll. Modellregionen sollen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gestartet werden; zusätzliches Personal der CDU-Zentrale soll direkt vor Ort eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Bundesverband und Landesverbänden wird intensiviert, Expertengremien sollen wieder aktiv werden; dazu gehört auch eine Tour von Generalsekretär Linnemann mit einem Podcast, um Diskussionen mit Bürgern zu fördern. Merz betont zudem die Notwendigkeit einer eigenständigen CDU, während die Partei versucht, über Fraktionen, Regierungs- und Parteiarbeit stärker präsent zu sein und neue Ideen in die Debatte einzubringen.
Aus liberaler Sicht bietet der Plan Potenzial, Bürgernähe, Teilhabe und politische Legitimation zu stärken, indem Regionen ohne CDU-Abgeordnetenstrukturen wieder sichtbar gemacht und der Dialog mit Bürgern intensiviert wird. Wichtig bleibt aber, dass dieser Impuls effizient und nachprüfbar umgesetzt wird, ohne Bürokratie und Staatsapparate zu überdimensionieren. Kritisch zu prüfen ist, ob der Ausbau von Parteistrukturen vor Ort tatsächlich freiheitliche Teilhabe fördert oder eher parteiische Dominanz stärkt; deshalb empfiehlt sich eine unabhängige, zivilgesellschaftlich getragene Umsetzung über-private Initiativen, offene Bürgerforen und digitale Beteiligungsangebote, die Privatsphäre und Marktmechanismen respektieren. Die Förderung von regionaler Eigenständigkeit gehört subsidiär gedacht, sodass lokale Initiativen möglichst unabhängig von zentraler Parteihierarchie arbeiten können. Transparenz über Kosten, Nutzen und Erfolgskriterien der Modellregionen ist unverzichtbar, ebenso klare Zeitrahmen mit Bewertungs- und Kürzungsmechanismen, damit Ressourcen dort wirken, wo sie Bürgerfreiheit und effizientere Debatten am stärksten voranbringen. Politische Ideen wie Aktivrente zeigen, dass die CDU konkrete Lösungen entwickeln kann; dennoch sollten solche Vorstöße regelmäßig auf ihren Freiheitsgrad und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen hin geprüft werden. Letztlich geht es darum, den Bürgern maximale Freiheiten zu lassen, während der Staat nur dort eingreift, wo wirklich erforderlich ist.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/zusammenhalt/cdu-startet-weisse-flecken-programm/