Wirtschaft mit Haltung: Verantwortung und fairer Wettbewerb stärken 💼⚖️🌱🇩🇪

Die AGS begrüßt die scharfe Kritik von Bärbel Bas an verantwortungslosen Wirtschaftsakteuren und nutzt den Anlass für eine Standpunktbestimmung: Verantwortung sei keine Einbahnstraße, denn viele Unternehmerinnen und Unternehmer zahlen fair, bilden aus, investieren und übernehmen Standortverantwortung. Die AGS betont, dass sie sich jenen Unternehmen verpflichtet fühlt, die Erfolg nicht gegen soziale Verantwortung setzen, sondern als deren Voraussetzung begreifen. Sie will jene Akteure sichtbar machen, die mehr beitragen als gefordert ist, besonders vor Landtagswahlen, und startet die bundesweite Kampagne #WirtschaftmitHaltung, um Unternehmerinnen und Unternehmer mit Haltung zu zeigen, die zu guter Arbeit, nachhaltigem Wirtschaften und einem demokratischen Gemeinwesen beitragen. Über 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland seien KMU, und die AGS sieht sich als politische Stimme dieses Unternehmertums innerhalb der SPD, das Anliegen sichtbar machen und gestalten wolle.

Aus liberaler Sicht begrüßt man, dass Verantwortung als Teil unternehmerischer Identität gesehen wird und Unternehmerinnen und Unternehmer sich öffentlich positionieren. Freiheit und Wettbewerb bieten jedoch den besten Antrieb für soziale Verantwortung: Der Staat sollte Eingriffe auf das notwendige Maß beschränken, Bürokratie abbauen und den Zugang zu Kapital erleichtern, damit Unternehmen in Innovationen investieren und Arbeitsplätze sichern können. Förderpolitik sollte zielgerichtet, verlust- und bürokratiearm sowie zeitlich befristet sein und sich am Erfolg messen lassen, statt PR-Kampagnen zu finanzieren oder marktverzerrende Bevorzugungen zu schaffen. CSR-Anstrengungen gehören in erster Linie in den Bereich freiwilliger, transparenter Berichterstattung und echter Markttransparenz, nicht in Zwangsregeln. Staatliche Unterstützung sollte restriktiv, leistungsgerecht und vertraglich bindend sein, um Verzerrungen zu vermeiden. Eine differenzierte Debatte über Verantwortung ist sinnvoll, solange sie subsidiär bleibt und den Wettbewerb stärkt, statt den Staat zu einem Lenkungsorgan zu machen. So lässt sich eine effiziente Lösung finden, die Bürgern größtmögliche Freiheiten lässt und unternehmerische Initiative fördert.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.spd.de/service/pressemitteilungen/detail/news/arbeitsgemeinschaft-der-selbstaendigen-in-der-spd-ags-wirtschaftmithaltung-ags-staerkt-baerbel-bas-den-ruecken-und-wirbt-fuer-differenzierte-debatte/05/12/2025