Friedensverhandlungen für eine stabile europäische Sicherheitsordnung 🕊️🤝🌍🔒

Die Unterzeichner des Textes fordern legiti­me Selbstverteidigung und streben einen gerechten und dauerhaften Frieden durch Verhandlungen an. Der Vorschlag von Professor Brandt, Funke, Klotz, General a.D. Harald Kujat, Michael von der Schulenburg und Horst Teltschik soll als Grundlage für Friedensgespräche dienen. Ein Waffenstillstand sei realistisch erst, wenn zuvor in Verhandlungen verbindliche Regeln für seine Einhaltung festgelegt wurden, denn eine bloße Feuerpause bleibe fragil und könne zu weiterem Misstrauen führen. Frankreich, Großbritannien und Deutschland sollen sich gemeinsam mit anderen europäischen Staaten aktiv in Trumps Bemühungen um ein Verhandlungskonzept einbringen, da ein gerechter Frieden im Sicherheitsinteresse aller Europäer liege. Scheiterten Friedensbemühungen, drohe eine Ausweitung des Konflikts und gegebenenfalls eine nukleare Eskalation. Verhandlungen dürften nicht an Maximalpositionen scheitern; jede Seite werde schmerzhafte Zugeständnisse machen müssen, doch der Preis des Nicht-Verhandelns sei höher als der Preis des Kompromisses. Eine Friedensregelung müsse Ukraine und Russland sowie USA und Europa gerecht werden und eine stabile gesamteuropäische Sicherheitsordnung schaffen.

Liberal gesehen dient eine gut gestaltete Verhandlungslogik der größtmöglichen Freiheit der Bürgerinnen und Bürger, weil sie Konflikte deeskaliert, Unsicherheiten verringert und wirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil hält. Der Fokus auf verbindliche Regeln und glaubwürdige Sicherheitsgarantien reduziert das Risiko einer unvorhersehbaren Eskalation und verhindert ineffiziente Militärausgaben, die letztlich den Einzelnen belasten. Der Staat sollte sich auf notwendige Kernfunktionen beschränken: Verteidigungsbereitschaft, Rechtsstaat, humanitäre Hilfe und wirtschaftliche Stabilität, während er auf multilaterale Institutionen und transparente Verifikationsmechanismen setzt. Eine auf Freihandel, Energiesouveränität und wirtschaftliche Diversifikation ausgerichtete Europapolitik stärkt individuelle Wahlmöglichkeiten und reduziert Abhängigkeiten. Die Unterzeichner betonen eine faire Lastenverteilung und die Bereitschaft aller Seiten, schmerzhafte Kompromisse zu akzeptieren; die liberalen Prioritäten sind jedoch eindeutig: Sicherheit durch Rechtsordnung, Verlässlichkeit von Verträgen und Minimierung staatlicher Eingriffe, solange diese nicht zwingend erforderlich sind. Eine umfassende Friedensordnung sollte Verlässlichkeit schaffen, ohne in eine permanente Kriegslogik überzugehen, damit Bürgerinnen und Bürger in Freiheit leben können.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/den-krieg-mit-einem-verhandlungsfrieden-beenden/