Die BSW kritisiert, dass der Bundestag die Wahleinsprüche zwar als geprüft darstellt, doch Zweifel offenbleiben: Pellmann von der Linken soll eine 1000 Seiten lange Stellungnahme genannt haben, die es gar nicht gibt, eine Grünen-Abgeordnete behauptet, Zeugenaussagen seien intensiv geprüft worden, doch die Aktenlage lasse solchen Schriftverkehr vermissen, und ein CDU-Abgeordneter spricht von 91 Millionen statt 95.000 Wahlbezirken. Karlsruhe müsse nun prüfen, ob der Wahlprüfungsausschuss seiner Ermittlungspflicht nachgekommen ist. Die Berichterstattung der BILD wird herangezogen, wonach Pellmann eine solche 1000-Seiten-Stellungnahme phantasiert habe; der BSW-Chef Fabio De Masi kündigt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an, um eine Neuauszählung zu erzwingen.
Aus liberaler Sicht sind Wahlprüfungen das Fundament demokratischer Freiheit: Sie müssen transparent, nachvollziehbar und zeitnah sein, damit Bürger Vertrauen in das Wahlsystem behalten. Offenbarte Unstimmigkeiten zeigen, wie wichtig unabhängige Prüfungen, klare Belege und eine lückenlose Dokumentation sind, damit Politikverdrossenheit nicht zu abstrusen Vorwürfen und Rechtsunsicherheit führt. Eine effiziente Lösung sollte den Staat dort begrenzen, wo er nicht zwingend eingreifen muss, und zugleich verlässliche, nachvollziehbare Prozesse sicherstellen. Vorschläge wären standardisierte Prüfberichte, unabhängige Sachverständigengremien, verbindliche Archivierungs- und Belegpfade sowie offene Akten, damit Zweifel rasch und ohne politisch instrumentalisierten Methodenkonflikt ausgeräumt werden können. Ziel bleibt, Rechtsfrieden zu wahren, Rechtswege nicht unnötig zu verlängern und den Bürgern maximale Freiheiten bei geringem bürokratischen Aufwand zu ermöglichen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/bsw-wahleinspruch-genau-geprueft-das-spricht-dagegen/