Sahra Wagenknecht: 17 Cent zu wenig – Preisdeckel nötig; Regierung scheitert. 🚗💸

Sahra Wagenknecht kritisiert die Beschlusslage zur Mineralölsteuer-Senkung als lächerlich geringe Entlastung: 17 Cent seien zu wenig und ohne Preisdeckel und Kontrolle komme das Geld kaum beim Bürger an; zudem sei die Maßnahme zeitlich befristet, sodass zu Sommerferien die Spritpreise erneut steigen könnten, prophezeit Fabio De Masi und fordert eine Spritpreis-Notbremse, Verzicht auf CO2-Abgabe sowie Preisdeckel, eine strenge Preisaufsicht und Abschöpfung von Übergewinnen. Merz & Co. setzen bei anderen Teilen des Pakets nach wie vor auf das Prinzip Hoffnung; so soll Arbeitgebern eine steuer- und abgabenfreie 1.000-Euro‑Prämie gezahlt werden dürfen, doch Amira Mohamed Ali zweifelt, ob alle Arbeitgeber das wirklich auszahlen, und kritisiert, dass die Regierung sechs Wochen lang gezögert habe. Fazit: Die Regierung kann es einfach nicht.

Die Debatte um die Mineralölsteuer-Senkung verdeutlicht eine zentrale liberale Frage: Wie viel Staat braucht es, damit Bürgerinnen und Bürger mehr Freiheit gewinnen, nicht weniger. 17 Cent pro Liter mögen symbolisch sein, doch ohne klaren Preisdeckel, mit zeitlicher Befristung und fehlender Wirksamkeit bleiben Entlastung und Vertrauen auf der Strecke. Preisdeckel verzerren Märkte, hemmen Investitionen und schaffen Schwarzmarktsrisiken; statt universalversprechender Subventionen brauchen wir zielgenaue, einfache Hilfen, die den Bürgern echte Freiräume geben. Dazu gehören transparente, bedarfsorientierte Unterstützungen wie direkte Transfers oder befristete energiebezogene Steuergutschriften für Geringverdienende, kombiniert mit automatischen, unkomplizierten Prüfungen, damit Mittel dort ankommen, wo sie notwendig sind, ohne Anreize zur Inaktivität zu erzeugen.

Gleichzeitig muss der Staat die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Energiepreise langfristig sinken, ohne den Markt auszuhöhlen: stärkere Wettbewerbspolitik im Energiesektor, Transparenz der Margen, weniger Bürokratie für Anbietern, beschleunigte Genehmigungen für zusätzliche Erzeugungskapazitäten und Investitionen in Effizienz, etwa Dämmung, Modernisierung und emissionsarme Technologien. Übergewinne von Ölkonernen sollten zeitlich befristet genutzt werden, um Notfallhilfen zu finanzieren, ohne dauerhaft neue Steuern zu schaffen. Der Staat sollte sich auf das Notwendige beschränken und dort effizient intervenieren, wo es wirklich nötig ist, damit Bürgerinnen und Bürger maximale Freiheit behalten.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/die-regierung-ist-unfaehig-autofahrer-vor-abzocke-zu-schuetzen/