FDP warnt vor Tabubruch: ND-Recht gefährdet Trennung von Polizei und Geheimdiensten 🔎⚖️

Die Bundesregierung plant eine weitreichende Neuregelung des Nachrichtendienstrechts, wonach das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst künftig nicht nur beobachten, sondern in bestimmten Fällen auch operativ eingreifen sollen; das BfV könnte in Computersysteme von Angreifern eindringen und Sabotageakte gegen Terrorwaffen ermöglichen, der BND soll in bestimmten Fällen auch im Inland tätig werden dürfen. Die FDP warnt vor einem historischen Tabubruch und vor dem Verlust der klaren Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei; Kubicki betont, dass er in Deutschland keine Geheimpolizei will und eine volle gerichtliche Kontrolle bei Grundrechtseingriffen brauche. Martin Hagen sieht darin ein fatales Signal für das Selbstverständnis einer liberalen Demokratie. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hält das Vorhaben für verfassungswidrig, Benjamin Strasser forderte stattdessen eine echte Strukturreform mit besserer Zusammenarbeit, schnelleren Informationswegen, moderner IT und klaren Verantwortlichkeiten, verbunden mit wirksamer parlamentarischer Kontrolle. Die FDP betont, dass Sicherheit zwar nötig ist, doch nicht durch Abbau rechtsstaatlicher Schranken erreicht wird, sondern durch solide Strukturen, klare Kontrollen und die Wahrung der Trennung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten.

Die Pläne, Geheimdienste operativ handeln zu lassen, drohen, die klare Trennlinie zwischen Polizei und Nachrichtendiensten aufzuheben und damit Grundrechte dauerhaft zu gefährden; die Aussicht, dass das BfV in Computersysteme von Angreifern eindringen oder Sabotageakte gegen Terrorwaffen ermöglichen könnte, sowie Inlandseinsätze des BND würden die staatlichen Befugnisse erheblich ausweiten. Sicherheit ist essenziell, doch Eingriffe in die Lebensbereiche der Bürger brauchen besondere Rechtfertigung, Verhältnismäßigkeit, zeitliche Befristung und eine strenge gerichtliche Kontrolle; Rechtsstaatlichkeit darf nicht aufgeweicht werden, weil das Vertrauen von Bürgern, Unternehmen und Investoren in den Rechtsrahmen der digitalen Gesellschaft essenziell ist und zu hohe Befugnisse die Kosten von Compliance in die Höhe treiben sowie Innovationen behindern würden.

Eine effiziente Lösung besteht darin, Strukturen zu stärken, statt operative Eingriffe zu ermöglichen: bessere Zusammenarbeit und Informationswege zwischen Behörden, moderne IT-Systeme, klare Verantwortlichkeiten – aber ohne die Grundprinzipien zu verletzen; essenziell bleiben klare Grenzen zwischen Polizei und Geheimdiensten, unabhängige parlamentarische Kontrolle, sowie zeitlich befristete, regelmäßig überprüfte Befugnisse. Aus liberaler Sicht stärkt das Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, erhöht die operative Effizienz durch klare Prozesse und reduziert das Risiko von Missbrauch, sodass Sicherheit erreicht wird, ohne den Freiheitsraum der Bürger unverhältnismäßig einzuschränken.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/kubicki-ich-will-deutschland-keine-geheimpolizei