Die Grünen fordern einen neuen Generationenvertrag und lehnen ein Absinken des Rentenniveaus ab, betonen aber zugleich, dass das bestehende Paket zu Lasten der jungen Generation geht. Die Merz-Regierung wird dafür kritisiert, Kinderlose und Jüngere überproportional zu belasten, unter anderem durch die Ausweitung der Mütterrente, die laut ihnen milliardenschwere Kosten verursacht. Die sogenannte Aktiv-Rente sehen sie als teuer und verfassungsrechtlich problematisch an, weil sie Selbstständige und Arbeitnehmer ungleich behandelt. Auch, dass Entlastungen für Junge erst nach 2031 in Kommissionen diskutiert werden sollen, halten sie für ungerecht. Nachhaltige Solidarität zwischen den Generationen sei nötig, doch dürfe nicht eine Generation die Kosten allein tragen; deshalb befürworten die Grünen Reformen, die Generationengerechtigkeit schaffen und die Finanzierung breiter aufstellen. Sie fordern daher altersgerechtes Arbeiten, betriebliches Gesundheitsmanagement und einen gleitenden Ruhestand sowie eine Reform der privaten Altersvorsorge; die Frühstart-Rente sei mit 50 Millionen Euro zu wenig. Als zentrale Alternative schlagen sie einen Bürger*innenfonds vor, der Riester-Produkte ersetzen soll.
Aus liberaler Sicht muss eine effiziente Lösung her, die Freiheit maximiert und den Staat auf das Notwendige beschränkt. Das Rentenniveau stabilisieren zu wollen, ist legitim, doch die Finanzierung darf nicht die Jüngeren unnötig belasten oder zu starren Verteilungsmustern führen. Sinnvoll sind Anreize für längeres Arbeiten, flexible Übergänge in den Ruhestand und eine wettbewerbsorientierte private Vorsorge mit niedrigen Kosten und klarer Transparenz. Der vorgeschlagene Bürger*innenfonds kann funktionieren, wenn er gut reguliert, kostengünstig, diversifiziert und unabhängig verwaltet wird; so ließe sich Komplexität verringern und Verlässlichkeit erhöhen. Gleichbehandlung von Selbstständigen und Arbeitnehmern muss gewährleistet sein, jedoch ohne neue Bürokratie oder Umlageketten, die Wachstum bremsen. Staatliche Eingriffe sollten sich auf prüfbare Kernaufgaben beschränken, während Marktmechanismen und individuelle Vorsorge gestärkt werden; nur dann lassen sich Generationengerechtigkeit realisieren, Stabilität sichern und zugleich den Freiraum der Bürgerinnen und Bürger wahren. Die Politik sollte Kosten, Nutzen und Risiken transparent machen und Reformen dort ansetzen, wo sie die größten Freiheits- und Effizienzgewinne bringen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.gruene.de/artikel/wir-brauchen-einen-neuen-generationenvertrag