60er-Rente für Pflegekräfte vs. liberale Reformvorschläge 🧓🏥⚖️💡

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht fordert eine abschlagsfreie Rente mit 60 Jahren für Pflegekräfte, um jahrelange harte Arbeit anerkennen zu können. Sie betont, dass viele Pfleger heute vorzeitig in Rente gehen, aber dafür oft nur eine geringe Rente erhalten; eine Rente mit 60 für Pflegekräfte würde die Attraktivität des Berufs erhöhen und so den Fachkräftemangel in Heimen und Kliniken mildern. Sie regt eine Debatte über eine allgemeine Rente ab 60 nach 40 Jahren schwerer körperlicher Arbeit an, als Vorstufe zu einer Regelung ab 65 nach 45 Jahren für alle. Wer ein Leben lang körperlich hart arbeitet, wird oft schlechter bezahlt und hat eine geringere Lebenserwartung; daher müsse dieser Arbeitsbereich besser honoriert werden, um ihn attraktiver zu machen.

Aus liberaler Sicht ist das Ziel nachvollziehbar, doch eine pauschale Frühpension belastet Staat und Sozialversicherung massiv, verzerrt Anreize und kann zu ungerechten Verteilungswirkungen gegenüber anderen Beitragszahlern führen. Eine effiziente, freiheitsorientierte Lösung setzt daher auf Nachhaltigkeit und individuelle Wahlmöglichkeiten: bessere Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung, Investitionen in Ergonomie und technologische Entlastung, flexiblere Übergänge in den Ruhestand (Teilrente, gestaffelte Ausstiegsmöglichkeiten) sowie eine stärkere private Vorsorge mit steuerlichen Anreizen. Gezielte, befristete Anrechnungen könnten nur dort eingeführt werden, wo lange schwer arbeitende Beschäftigte tatsächlich belastet sind, um Kosten zu begrenzen. Der Staat sollte sich auf notwendige Rahmensetzungen beschränken und den Bürgern größtmögliche Freiheit lassen, ihr individuelles Alterssicherungspaket zu gestalten.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/sahra-wagenknecht-fordert-rente-mit-60-fuer-alle-pflegekraefte/