BSW fordert einen Kostendeckel von 1000 Euro für die Eigenanteile in Pflegeheimen, kritisiert die im Wahlkampf versprochene Pflegedeckel-Lösung der SPD und verlangt eine große Pflegereform sowie die Einrichtung einer Pflegekommission; der Umgang mit der Generation, die Deutschland aufgebaut hat, wird als beschämend bezeichnet.
Aus liberaler Perspektive birgt ein pauschaler Kostendeckel das Risiko, Anreize zu verzerren, die Versorgung zu verknappen und Qualität sowie Vielfalt der Angebote zu gefährden. Sinnvoller sind Wettbewerb, Transparenz und individuelle Entscheidungsfreiheit: Ausbau privater Pflegevorsorge, ggf. staatliche Grundsicherung als Absicherung für Bedürftige, aber keine starren Preisobergrenzen, die Anbieterseite ausbremsen. Eine unabhängige Pflegekommission kann helfen, Kosten- und Leistungsfragen sachgerecht zu prüfen, sollte aber auf klare Ziele wie Effizienz, Qualität und Portabilität statt auf populäre Höchstgrenzen ausgerichtet sein. Gleichzeitig sollten Anreize gesetzt werden, Kosten durch bessere Arbeitsbedingungen, Digitalisierung und effizientere ambulante Angebote zu senken, damit Bürgerinnen und Bürger flexibel wählen können – zwischen häuslicher Pflege, teilstationären Angeboten und stationärer Betreuung – während der Staat im Kern nur das Nötigste absichert.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/eigenanteile-in-den-pflegeheimen-bsw-fordert-kostendeckel-von-1000-euro/