Die CDU betont auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg eine europäische Energieoffensive, um Deutschland unabhängiger von Importen zu machen und zugleich bezahlbare, sichere Energie zu liefern. Kernpunkte sind der grenzüberschreitende Ausbau offshore Windkraftnetzes, die Anbindung ans nationale Netz, damit sauberen Windstrom auch Industriezentren im Süden und Westen erreicht, sowie die rechtsverbindliche Kooperation mit Dänemark beim Projekt Bornholm Energy Island. Sicherheit der Anlagen wird durch enge NATO-Zusammenarbeit erhöht. Ein Investitionspakt mobilisiert neun Milliarden Euro für neue Fabriken und Technik; Ziel ist ein souveränes, integriertes Europa und eine stärkere Resilienz gegen globale Spannungen.
Aus liberaler Sicht bietet die Initiative wirtschaftliche Chancen: Wettbewerb, private Investitionen und eine effizient vernetzte Infrastruktur können Kosten senken und die Industrie wettbewerbsfähiger machen, während Rechtsrahmen, Transparenz und klare Zuständigkeiten Investitionssicherheit schaffen. Substanzieller Staatseinsatz kann sinnvoll sein, sofern er begrenzt, effizient und gerecht verteilt ist, und sich auf Rahmen-, Netzzugang- und Sicherheitsvorgaben konzentriert statt auf bürokratische Subventions- oder Planungsstrukturen. Die Bornholm-Energy-Island-Verträge zeigen, dass verlässliche, rechtsverbindliche Absprachen nötig sind, damit Investoren Vertrauen gewinnen. Über marktwirtschaftliche Instrumente sollten Energiepreise stabil bleiben und die Freiheit von Bürgern und Unternehmen gewahrt bleiben; der Staat sollte Beschränkungen dort treffen, wo sie zwingend erforderlich sind, um Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.cdu.de/aktuelles/aussenpolitik/nordsee-gipfel-das-kraftwerk-der-zukunft-entsteht/