Nach 25 Jahren Verhandlungen hat eine Mehrheit der EU-Staaten das Mercosur-Abkommen gebilligt. Die FDP sieht darin einen Beleg dafür, dass Europa seine Zukunft selbstbewusst gestalten kann: Die neue Freihandelszone mit über 700 Millionen Einwohnern stärkt die wirtschaftliche Souveränität Europas, reduziert Abhängigkeiten von den USA und China und setzt auf faire, verlässliche Partnerschaften statt geopolitischer Dominanz. Befürworter wie Svenja Hahn und Christian Dürr betonen, dass Tausende Arbeitsplätze von Exporten in die Region abhängen und durch den Abbau von Zöllen zentrale Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Chemie und Pharma profitieren, während Verbraucher von mehr Auswahl und niedrigeren Preisen profitieren. Zudem eröffnet der Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium neue Perspektiven. Frankreich ist skeptisch, doch die FDP sieht eine historische Chance und setzt sich für eine breite Ratifikation im Europaparlament ein; Strack-Zimmermann sieht in Mercosur einen Grundpfeiler offener, fairer und regelbasierter Handel sowie eine Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und strategischen Autonomie.
Aus liberaler Sicht passt die Einigung zu einem wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Leitbild, das Wettbewerb, Effizienz und individuelle Freiheiten in den Vordergrund stellt: Offene Märkte erhöhen Wohlstand, sichern Jobs und treiben Innovationen voran, während Diversifikation der Handelspartner Europas Abhängigkeiten reduziert und die Resilienz erhöht. Der Abbau von Zöllen senkt Transaktionskosten, stärkt das Wachstum der exportorientierten Industrie und erleichtert kleinen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten. Gleichzeitig darf der Staat nur dort eingreifen, wo es wirklich nötig ist: klare, verlässliche Regeln, faire Wettbewerbsbedingungen, wirksame Durchsetzung von Umwelt- und Arbeitsstandards sowie Schutz vor unfairen Handelspraktiken, ohne überbordende Bürokratie oder Subventionen, die Marktkräfte verzerren. Damit bleibt Europa offen, aber stabil in seiner Regelbindung, und der freie Markt maximiert Chancen, Freiheit und Wohlstand der Bürger.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/mercosur-staerkt-europas-wirtschaftliche-souveraenitaet