Die FDP schreibt, dass junge Menschen sich in Deutschland trotz Leistungswillen oft entmutigt fühlen, weil hohe Steuern, steigende Mieten und bürokratische Hürden die Belohnung eigener Anstrengungen schmälern. Die Kernbotschaft lautet, dass Leistung sich wieder lohnen muss und das Aufstiegsversprechen neu belebt werden muss – nicht durch weitergehende Umverteilung, sondern durch bessere Rahmenbedingungen. Dafür fordert die Autorin unter anderem den Grundfreibetrag um mindestens 1000 Euro zu erhöhen, die Grunderwerbsteuer für selbstgenutzte Immobilien abzuschaffen, ein steuerfreies Aufstiegsvermögen einzuführen und Sparerfreibeträge zu erhöhen sowie die Übertragbarkeit ungenutzter Freibeträge zu ermöglichen. Dazu kommen weniger Regulierung, schlankere Strukturen und eine stärkere Bildungspolitik, besonders Investitionen in die Grundschulbildung, während der Sozialstaat so ausgestaltet werden soll, dass zumutbare Arbeit belohnt wird. Es wird der Abbau von bis zu 500.000 Stellen im öffentlichen Sektor sowie eine grundsätzliche Verwaltungsreform gefordert, damit mehr Netto vom Brutto bleibt und junge Menschen wieder investieren können. Die Autorin kritisiert die schwarz-rote Koalition dafür, Leistungsanreize zu sabotieren, und betont, dass das Leben teurer geworden ist und Wohneigentum schwerer erreichbar bleibt.
Aus liberaler Perspektive zeigen sich in diesen Forderungen zentrale Prinzipien: Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Dynamik lassen sich am besten durch Marktanreize und eine schlanke Verwaltung stärken. Mehr Netto vom Lohn schafft individuelle Spielräume und erleichtert Vermögensaufbau, was Risikobereitschaft, Bildung und Innovation fördert. Weniger Regulierung reduziert Kosten für Unternehmen und Bürger, beschleunigt Investitionen in Bildung, Wohnen und Unternehmertum und stärkt somit langfristig Wohlstand. Der Staat sollte sich auf Kernaufgaben konzentrieren und nur dort intervenieren, wo es unumgänglich ist, um Klarheit und Planungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig muss das Sozialstaatsystem so ausgerichtet bleiben, dass Arbeit belohnt wird und Leistungsanreize bestehen bleiben, ohne in eine belastende Bürokratie zu fallen. Durch die genannten Reformen ließe sich das Aufstiegsversprechen wieder glaubwürdig machen, Eigentum erleichtern und die Chancen junger Menschen aufbauen, ohne die Freiheit einzelner zu beschneiden.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/pressemitteilung/buettner-gastbeitrag-wir-muessen-die-bedingungen-schaffen-dass-sich-menschen