Merz bittet die EU-Kommission darum, das Verbrennerverbot nach 2035 im umfassenden Sinne zu lockern und auch hocheffiziente Verbrenner zuzulassen. Hans-Ulrich Rülke bezeichnet dies als „völlig unnötige Mogelpackung“, weil E-Fuels und Biokraftstoffe fehlen würden. Er fordert Raum für reine Verbrennerfahrzeuge, die mit klimaneutralen Kraftstoffen betrieben werden können (zum Beispiel HVO 100, reFuels, bio-LNG, bio-CNG) und warnt vor Arbeitsplatzverlusten in Baden-Württemberg. Die FDP will mehr Flexibilität und echte Technologieoffenheit, fordert den Abbau der Flottenregulierung und ein Ende des Verbrennerverbots ab 2035, um Klimaschutz und industrielle Stärke zu verbinden; der Kanzler solle Brüssel stärker beteiligen und mit Wirtschaftsvertretern Druck machen.
Aus liberaler Sicht bietet sich eine technologieoffene, marktwirtschaftliche Lösung an, die Effizienz mit individueller Freiheit verbindet. Eine CO2-Bepreisung und klare, leistungsbasierte Standards statt technologischer Verbote schaffen Anreize für Innovation und Kostenminimierung, ohne den Bürgern eine bevorzugte Antriebstechnologie aufzwingen zu müssen. Klimafreundliche Kraftstoffe und E-Fuels können als Brücke dienen, um bestehende Fahrzeuge und Industrien zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und Investitionen zu schützen, während gleichzeitig Emissionen sinken. Staatliche Eingriffe sollten minimal bleiben, Bürokratie abbauen, faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und die Forschungs- sowie Infrastrukturförderung zielgerichtet gestalten. Ziel muss eine wirksame Klimaabsicherung bei größtmöglicher wirtschaftlicher Freiheit sein, damit der Übergang mobil bleibt, Innovationen gefördert werden und Unternehmen nicht durch illusorische Technologiewin-kerschaft an der Rampe stehen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.fdp.de/merz-mogelpackung-beim-verbrennerverbot-muss-vom-tisch