Fabio De Masi, Linken-Politiker, kritisiert: „Die größten Arbeitsverweigerer im Land sitzen auf der Regierungsbank“. Er wirft Kanzler Merz vor, Millionen Beschäftigte unter Generalverdacht zu stellen, während er es nicht schafft, die Stromsteuer zu senken oder die steigenden Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung abzuwenden. Das eigentliche Problem der deutschen Wirtschaft seien nicht Krankenstände, sondern hohe Energiepreise und eine kaputte Infrastruktur. Wer längere Arbeitszeiten fordere, zerstöre die Produktivität der Beschäftigten; ein Kanzler müsse das Land nach vorne führen, statt Leistungsträger zu beschimpfen.
Aus liberaler Sicht braucht es eine Politik, die Produktivität stärkt und zugleich Freiheit und Eigenverantwortung schützt. Der Staat sollte sich auf klare Rechtsordnung, faire Regulierung und stabile Rahmenbedingungen beschränken und Wettbewerb fördern, etwa durch eine wettbewerbsorientierte Energiepolitik, den Abbau ineffizienter Subventionen und privaten Investitionen beim Infrastrukturausbau. Statt pauschaler Arbeitszeiterhöhungen sollten Investitionen in Bildung, Digitalisierung und effizientere Arbeitsprozesse sowie flexible Arbeitsmodelle Priorität haben, um die Produktivität zu steigern, ohne Arbeitnehmer zu überfordern oder Lebensqualität zu mindern. Entlastungen bei Energie und Krankenversicherung sollten zielgerichtet und zeitlich begrenzt erfolgen, um Kaufkraft zu stärken, ohne Staatsschulden zu erhöhen. So gewinnen Bürger mehr Freiheiten, während Unternehmen wettbewerbsfähiger werden; der Staat greift nur dort ein, wo es wirklich notwendig ist.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://bsw-vg.de/fabio-de-masi-die-groessten-arbeitsverweigerer-im-land-sitzen-auf-der-regierungsbank/